wie will ich leben?

in Freundschaft
sich aneinanderfügen und beschnuppern,
dem anderen Wesen Freiraum schenken
und Respekt,
im offenen Miteinander vom Gift
der Bitterkeit genesen und so
erfahrbar werden füreinander und
begreiflich.

Offen und einfühlsam  Vertrauen leben,
das Staunen und die Freude spüren,
wenn ich entdecke und erkenne,
das Du,
das Ich,
dass Ich und Du
so sein und wachsen dürfen,
wie es das innere Wesen stärkt
in Liebe.

 

Zieh mit dem Fluss

Geh nicht hinaus,
draußen lauern sie,
fahle Gestalten wie
Asche im Nebel,
gebeugt, gescheitert,
verloren in sich.
Sie sehen dich nicht.

Vermeide die Stadt,
den Leierkastenmann.
Mit toten Fingern,
mit knochigem Grinsen
treibt die Orgel er an,
verloren in sich.
Er sieht dich nicht.

Sieh auch nicht hin,
wenn sie rennen,
wenn sie fliehen,
vor ihrer Sinnlosigkeit,
die Münder wie Gräber,
verloren in sich.
Sie spüren dich nicht.

Dreh der Welt
den Rücken zu,
zieh mit dem Fluss
und bleib bei dir,
nur Du und Du.