Ach

Ach. Barbie,
Pyramidenbrüste,
zerbrechliche Taille,
mit zwei Händen
zu umfassen.
Hände, wie die von Ken.

Ach. Ken,
der starke, der aufrechte,
der über alle Köpfe ragte.
und seine Haut wie
Barbies , so glatt,
so glänzend .

Barbies Haare, lang bis zu
den  Schulterblättern,
nur etwas strohig
mit der Zeit,
heillos verworren
und stumpf.

Schön war sie trotzdem,
Füße in High-Heels, und
Beine, ach Beine,
fast endlos, ein
feuchter Puppentraum.
Doch nicht für Ken.

Ken hatte nie
feuchte Träume,
nur eine glatte
Fläche zwischen
seinen Schenkeln
geschlechtsneutral.

Genauso wie Barbie.
Untenherum so
verstörend gleich.
Liebten sie sich?
Oder,
wenigstens Sex?

Verstohlen lautlos,
wenn wir schliefen?
Bloß wie?

Wonder Wall

To all, who need a wonder wall
To all, who feel apart and
hidden in a doubtful world,
defeated by a restless heart.

Don’t believe them,
when they say, that
you’re misguided and
a fool, because you
broke their damned
mendacious rules.

One day you’ll find out,
that you are on the path
of the stars, and those,
who blamed you, only
lousy squallers, a nasty,
venomous crowd.

Don’t feel so sad,
don’t try to change it,
just go ahead,
just live what you are,
never ever look back,
the past is too far.

To all, who need a wonder wall
To all, who feel apart and
hidden in a doubtful world
defeated by a restless heart.

 

Weltengesang

Verwirrend ist die Welt.
Ich hab keine Arbeit,
du hast kein Geld,
doch wir haben
Brot und Wein, und
in unseren Augen
spiegelt sich die Sonne.

Vor uns die Straße
ein unendliches Band
trifft am Horizont
den Himmel, vertraut,
und dennoch unbekannt,
aber deine Hände
sind wie Lieder.

Weiter zieht das Leben
uns tief in sein Herz,
ein Kind der Liebe ist
die Sehnsucht, nur
Erinnerung der Schmerz.
Morgen ist weit, und
Lachen fliegt mit Wolken.

Seltsame alte Welt
bleibt hinter uns zurück
wie ein Hund, der bellt,
aber nicht mehr beisst
erschreckt sie uns nicht,
und mit deinen Haaren
vereinen sich die Sterne.

 

das große JA

Ich sitze auf dem
blauen Planeten
im weichen Gras
in der Dunkelheit,
geschmiegt ins Leben,
das mich umweht,
sehe zu wie
Zeit vergeht.

Überm Haus steht Mars
leuchtend kirschrot,
und die Vögel
schweigen im Traum,
darüber der Mond wie
ein gelber Ballon,
und durch die Nacht
zieht Veilchenduft.

JA,
etwas in mir tanzt,
kribbelt und lacht,
reißt sich los,
fliegt einfach davon.