Ist

Fast alles, was wir zu wissen meinen,
Spekulation.
Der Rest eine Mischung aus Fetzen
von Erkennen und
Schweigen.

Das meiste, was wir
über andere denken,
Ein Spiegelbild.
Der Rest ein Potpourri aus
echter Wahrnehmung
und Illusion.

Was wir wollen und meinen,
was wir fühlen und,
wie wir scheinen,
ob wir schreien oder flüstern.
Nur Metaphern für das Leben.
Für Abneigung und Sympathie,
für Morgen und für Gestern.

Was wir uns
nicht zu denken trauen,
nicht zu fühlen wagen,
nicht sehen oder
erkennen wollen.
Wahrheit.

Was wir wissen könnten,
wenn wir furchtlos wären,
wirklich sehen würden,
wach und urteilsfrei,
ist Liebe, sind wir selbst,
ist jetzt.
Ist.

© gabriele auth

2 Gedanken zu “Ist

  1. Den Schluss finde ich stark! Störe mich nur an der Uneinheitlichkeit der Interpunktion… – und: kann es sein, dass ein „du“ fehlt in „wenn furchtlos wärst“? (diesen Meckerteil des Kommentars kannst Du gerne löschen)

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