Bomben auf Mariupol Menschen rennen schreien, fallen. Im Korbsessel neben dem Fernseher der Kater putzt sein Gesicht Krieg und Frieden nebeneinander mitten in meinem Wohnzimmer weit entfernt ganz nah hochgradig real. (c) Gabriele Auth
Du verdunkelst die Tage mit deiner Gier, beschmutzt, was hell war. Verlottert im Rausch deiner vermeintlichen Bedeutsamkeit zerrst du Alles in den Schlund deiner Selbstsucht. Wie erleichtert werden wir sein, wenn der Lauf der Geschichte dir Zügel anlegt, dich reitet wie einen störrischen Esel tief in deine eigene Hölle. Dein wütender Abgesang wird kurz nachhallen. – Schweigen – – Neustart – Ohne Dich.
Am 6.8. vor 75. Jahren fiel die Atombombe auf Hiroshima, besser gesagt, sie wurde geworfen vom US amerikanischen Militär, obwohl Japan bereits Kapitulationsbereitschaft zeigte.
„Das verstehen, das einordnen wollen, ist dasselbe wie in der Kindheit, doch die Taten haben sich unendlich weit davon entfernt. Wie lässt sich Hiroshima begreifen und einordnen, wie Auschwitz, Vietnam, wie Gaza, Syrien, Afghanistan?
Die Suche nach Schuldigen erhöht nicht das Verstehen. Trotzdem schieben Menschen die Schubladen in ihren Köpfen befriedigt zu. Hauptschuld zugeordnet, alles ordentlich etikettiert. Das Leben geht weiter wie gehabt.“
(co) Gabriele Auth
Auszug aus einer Kurzgeschichte, veröffentlicht in meinem Buch: „Mensch lernt von Mensch“ bestellbar leider nur noch direkt beim Masou Verlag.