bluesgeboren

Fundstück aus meiner Text-Schublade. Das muss Anfang bis Mitte der Neunziger entstanden sein und es gibt eine Version als Songtext und eine als Lyrik. Hier die Lyrikversion.

an solchen tagen läufst du
durch die straßen
fühlst dich unbestimmt allein
es ist nicht weil keiner da ist
es ist nur dein so sein
sitzt in kneipen sprichst mit leuten,
lachst außen aber innerlich
fühlst du dich verfroren
bluesgeboren

kannst nicht schlafen,
weil dich eine
dunkle sehnsucht treibt
sehnsucht ohne namen
nach tod, nach leben, nach
irgendwas, das bleibt
hunger nach du-weißt-nicht-was
bist hier, und doch verloren
bluesgeboren

spürst blicke in denen
auch dieser hunger brennt
hörst deine eigne sehnsucht
in fremdem lachen schwingen
finger, die sanfte
heimwehstrahlen spinnen
bist nicht allein zur
Traurigkeit erkoren
bluesgeboren

© gabriele auth

 

 

 

 

 

Mojo und weil Julia gefragt hat

Traueraugen,
der Blick eine Wand,
gemauert aus
Splittern des
gebrochenen
Wesens.
Zerrissenheit.
Leben sterben.
Sterben leben.
Alle Türen
aufgebrochen,
eingetreten.
Zu früh.
Dazwischen
sich verströmen,
so viel zu geben,
sprudelnder Quell
sinnlos versickernd
im Sand.
Niemand versteht.

© gabriele auth

Traum (eine Notiz)

Traum im
Traum
im
Traum
Zerbrochene Flügel
Gläserner Raum
Ein verpixeltes Bild
von Liebe
das Herz
Traum im
Traum
im
Traum
Verstand gesperrt
in Gedanken
Den Schlüssel verloren
im Raum
Gefallen
in den
multiversalen
Traum im
Traum
im
Traum