L’oiseau noir

L´oiseau noir,
tiny blackbird,
dark feathers
like silk.
wings and eyes
softly glowing,
banned me
on my seat.

L´oiseau noir,
magic blackbird,
dark feathers
like silk.
her voice strucked
my mind,
softly floating,
bittersweet honey.

L´oiseau noir,
mystic blackbird,
dark feathers
like silk.
And wings,oh
so soft were
touching my soul,
when stardust
she trew.

L´oiseau noir,
shiny blackbird,
dark feathers
like silk,
softly turning
all that red
into blue,
stardust
in my wine.

L´oiseau noir,
heavy blackbird,
dark feathers
like silk,
so sensitive,
and powerful;
if ever an angel
is born in hell,
must be like her.

© gabi m. auth

Zwangs-Prostitution

Die Welt zur
Hure gemacht,
verloren,
gebrochen
tanzend
im Gewehrfeuer
des Wahns.

Verratene
Unschuld.
Aufgemalte
Lüsternheit.
geschunden,
bis sie
sich ergab.

Penetriert.
Beschmutzt.
Getreten.
Verzweifelt
geliebt,
hoffnungslos
gehasst.

Mit stumpfem
Blick,
verwirrt im
Sinnestaumel,
zahlen wir
den Preis immer
und immer.

Das Rot
ihrer Lippen,
Blut.
Der Glanz
ihrer Augen,
Fieber und
Einsamkeit.

Ihr Schrei
zerborsten
im Universum,
Tränen netzen
das All,
die Schändung
unser Untergang.

Sie war
Schönheit.
Einst.
Ein Liebeslied.
Ode der
Schöpfung
an das Leben.

© gabi m. auth

Betongarten

Wände, so weit
das Auge reicht.
Dazwischen,
wie fahle Blüten,
Graffitis.
Und Tags,
mit Edding auf
schmutzige Wände
geschrieben.
Hingerotzt.

Das Lachen
der Kinder.
Verbannt aus
ihren Augen.
Reines Lachen,
zurückgestoßen
in dunkle Ecken
der Angst,
hauchzarter Klang,
wie ein ängstlich
flatternder Vogel.

Geflohen
vor der Gewalt,
und versteckt
vor dem
allgegenwärtigen
Geruch nach Pisse
und Kohl .
Wer hat Angst vor
dem schwarzen Mann?
…….
Und wenn er kommt?

Da kauern sie,
staubverkrustete
Seelen in
sterilen
Wohnzimmern.
Gefangen vor
dem Fernseher.
Die Wolkenstores
am Fenster
heben sie nicht
in die Wolken.

Wenn die
Flügel des
Lachens
zerbrechen,
ist der Himmel
nur noch eine
unerreichbare
Decke aus
Einer fremden,
bedrohlichen
Substanz.
© gabi m. auth

Sesam öffne dich

Ich glaubte,
deine Augen
wären Türen.
Geöffnet.
Eine Einladung,
den Raum
deines Herzens
zu ergründen.

Dann entdeckte
ich, dass es
in Wahrheit
Fenster waren.
Dunkle Fenster,
an denen ich
mir die Nase
platt drückte.

Ich sah ein
undeutliches
Spiegelbild
meines eigenen
Gesichtes.
Mehr nicht.
Irgendwie
verwirrend.

Ratlos suchte
ich in mir
eine Sprache,
das richtige
Sesam öffne dich.
Ich suchte
aber ich fand
nur Worte.

©gabi m.auth

open sesame

I thought,
your eyes
were doors,
wide open doors,
inviting me
to experience
the space
of your heart.

Later
I discovered,
your eyes
were windows,
dark windows,
on which
I flattened
my nose.

I saw
nothing more,
than a
blurred
reflection
of my own
baffled face.
Bewildering.

I looked
out for the
right language,
the right
open sesame.
I searched
but I found
only Words.
©gabi m.auth

Oase

Mein Gesicht
im Spiegel.
So neu.
Ich ließ
dich ein in
meine Augen.

So warm
So leicht.
Dein Name
in der Wüste
meines Hirns.
Unerwartet.

Lichtschnell.
In einem
surrealen
Augen-Blick
Oase
geworden.

Quell in der
Wildnis
meines Herzens.
Ich schließe
Die Augen.
Du bist da.

Herz über Kopf.
© gabi m. auth

Feuer

Aggression,
heiß und rot.
Explosionsartig.
Wie glühende Lava.
Das Feuer
in deinen Augen
verbrannte den
uralten Schmerz.
Glut und Asche
fraßen die Tränen.

Unstillbare
Sehnsucht
ohne Namen.
Unsere Körper,
Flammen in
der Dunkelheit.
Hände webten
Zärtlichkeit.
Spinnennetze
Aus Wärme und Licht.

Haut.
Erschauernd
unter meinen
Fingerkuppen.
Verschmolzen.
Wo fängt „Du“ an?
Wo hört „Ich“ auf?
Deine Augen,
heller Bernstein.
Hoffnungslos.

Ewig nicht
zu retten.
© gabi m. auth

Roter Ballon

Ein roter Ballon.
Hoch oben.
Unterwegs
zu den Wolken.
Ich stehe stumm.
Seh ihm nach,
denk an dich.
Wie klein du warst.
Und dein Lachen.

So glücklich.

Du drehtest dich
um dich selbst
in deinem rosa
Lieblingskleid.
Die Haare flogen.
So helles Haar,
fast weiß.
Wie Elfenhaar.
Wunderschön.

Du liefst rückwärts,
drehtest dich.
Ich winkte dir,
und ich rief.
Du trugst einen
Ballon in der Hand,
einen roten.
und leuchtende Augen.

Die Straße.
Der Wagen.
Ich rief.
Du lachtest,
winktest,
drehtest dich.
Ich rief.
Ich schrie,
Schrie.

Dein Name
schwebte
zum Himmel.
Tausendmal.
Zusammen mit
dem Ballon,
der in die
Wolken stieg
Du lagst so still.

Rote Blumen
erblühten
auf deinem
Lieblingskleid,
rosa wie dein
linker Schuh
dort auf
dem Asphalt.
© gabi m. auth

Alter Freund

Leben meint
wachsen, erkennen,
fließen, meint
zu verstehen und
immer zu wissen,
dass Einer wartet
an der Tür.

Den Weg zu wählen,
so frei, so leicht
lächelnd rufen
Hey, alter Freund,
sieh mich an,
sieh nur her.
Ich komme schon

Doch zuerst steig ich
auf mit der Sonne und
tanz ich mit dem Mond.
Auf der Spur der Sterne
durchzieh ich die Welt,
Wehmut in der Seele,
im Herzen ein Lied.

Über die Erde
zieh ich vorwärts,
zum Anfang zurück.
Hör im Flug der Lerche,
Nachtfalter singen.
Gesänge wie
Schöpfungsklang.

Dann, Tod,
alter Freund,
in deine Arme
nimm mich und
gib Zuflucht mir
in deiner großen
Zärtlichkeit.

© gabi m. auth

Wegweiser

Damals,
oder gestern.
Ich suchte
das Gefühl,
ganz zu sein.
Herz und Verstand
im Gleichklang.

Und dann Du.

In mein Leben
gehuscht.
Einfach so.
Musik in den Augen
So blau und grün
Oder manchmal grau.
Wie Nebel.

Deine Hände.

Das Erstaunen
als ich ihre
Kraft spürte.
Halten können sie
und lassen.
Herzen leuchten
wie Feuerwerk.

Immer wieder.

Der Verstand.
Ein stiller See
im Mondlicht
so in mir
mit Dir
so in Dir
mit mir.

Gefunden

das Gefühl,
heil zu sein.
Den Weg tanze ich.
Und du bist
Wegweiser,
Wegbegleiter,
Geliebter,

Freund.

Wege verblassen.
Das Leben,
ein freies Feld.
Unsere Spuren
nebeneinander,
eine Spirale
aus Musik.

© gabi m. auth