Die Andere

Die andere ist immer da, stets schöner, klüger, liebenswerter. Die, die meiner Mutter Freude macht, die meinen Mann beglückt. die niemals zweifelt, scheitert oder stürzt. Das Bild in mir, das mir den Blick verwehrt auf mich. Die dunkle Königin, wer hat sie auf den Thron gesetzt? Ich wollte sein wie sie, mein ganzes Leben schon und hasste sie, weil es mir nicht gelang. Der Schatten ist sie, der das Wesen hemmt. Millionen Mal hab ich gekämpft. Millionen Mal schloss ich die Tür und hör ihr Rufen noch und noch. Ich werde zu ihr gehen und sie umarmen, die Hand ihr reichen und den dunklen Spiegel schleifen.

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