Isola Sicilia

Kann dich nicht verlieren,
dein Name unvergänglich
in mein Herz gebrannt,
ein süßes Feuermal.
Mit heißen Fingern wühlte
der Scirocco sich
in meine Augen, bis sie
halb blind und starr
schemenhafte Kräfte
auf den Feldern ahnten.
Die tanzten silbern dort
und schön.

Betörend und kühl salbte
Tramontana die Wunden
meiner Nacht, wehte in
mein glühendes Hirn,
bezwang die Geister,
und lehrte mich sehen.
Unbegreifliche Schönheit
der Vergänglichkeit.
Abblätternde Farbe
auf einer alten Tür,
sanft verwitternd
wie das Leben.

Wie ich dich hasste, als
in der Glut des Sommers,
Schmetterlinge starben,
zerbrechliche Flügel
betäubt im Straßenstaub,
einer für jeden meiner Träume.
Und wie liebte ich dich, wenn
Abendsonne das Leben färbte,
ein graublaues Meer aus
Zärtlichkeit und Gier nach Leben
mich in den Armen wiegte,
unbegreiflich still.

Leuchtende Insel, du
schöne, stolze Königin,
geschändet, verraten ,
tausendfach geschmäht.
Offenbartest, was ich bin
und heiltest den Schmerz
einer Leidenschaft, der
unheilvollen, vergifteten,
die niemals atmete.
Als die Trauer zerrann,
wurde Freiheit geboren,
das Kind der Liebe.
© gabi m. auth

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s