Eurydike

Wir wollten
den gleichen Weg gehen.
Mondkind
Wir spucken das Höllenfeuer
einfach aus, hast du gesagt.

Doch du hast dich verlaufen
im Dickicht
deiner Vergangenheit.
Hingst äonenlang
in deinen Abgründen.

Und ich,
auf schmalem Grat,
hielt weiter deine Hand.
mein ganzes Sein
zum zerreißen gespannt.

Das Gewicht deiner Angst
zerrte so schwer.
Das lange Entsetzen
in unseren Augen,
als ich dich los ließ.

Du stürztest lautlos

So mache ich mich auf den Weg
weiter zur Sonne.
So müde. So schwer.
Steine in meiner Seele.
Staub in meinem Herz.

Nacht.

Finde ich hinaus,
in den Tag,
bist auch du
nicht verloren.
Vielleicht .
© gabi m. auth

2 Gedanken zu “Eurydike

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